Wetterprognose für Wolkersdorf
So entsteht die Prognose
Physikalisch basierte Wettermodelle lösen die Bewegungsgleichungen, die das Verhalten der Luftmasse in der Atmosphäre beschreiben. Moderne Wettermodelle rechnen die Prognose viele Male mit leicht veränderten Anfangsbedingungen, um so die Unsicherheit in der Wetterentwicklung (Stichwort Schmetterlingseffekt) abbilden zu können. Dieses Verfahren wird als "Ensembleprognose" bezeichnet, und die einzelnen Prognosen als "Läufe". Bleiben die Modellläufe nahe beieinander, ist die Prognosesicherheit gut; laufen sie auseinander, ist die Unsicherheit größer - abhängig von der Wetterlage! Für eine noch bessere Abschätzung der Prognosesicherheit empfiehlt es sich, die Prognosen der unterschiedlichen Wettermodelle zu vergleichen.
- Linie: Median; Fläche: 80 % der Läufe, vom 10. bis zum 90. Perzentil
- Strich: Median; blasser Kasten: 80 % der Läufe, vom 10. bis zum 90. Perzentil
- Bewölkung in Achteln (leer: wolkenlos, gefüllt: bedeckt)
- Niederschlagswahrscheinlichkeit für mindestens 0,1 bzw. 1 mm pro Stunde
C-LAEF · GeoSphere Austria
Wettermodell des österreichischen Wetterdienstes, entwickelt und betrieben in Kooperation mit den Wetterdiensten von Slowenien und Kroatien. C-LAEF-1k wurde 2026 veröffentlicht und verfügt nun über eine Ensembleprognose mit Gitterauflösung von nur 1 km. Damit ist es das höchstauflösende Modell, das auf dieser Seite zur Verfügung steht. Zumindest theoretisch können kleinräumige Ereignisse so besser abgebildet werden.
- Gitter
- 1 km
- Läufe
- 16 und ein Kontrolllauf
- Neuer Lauf
- alle 3 Stunden
- Prognosehorizont
- 60 Stunden
- Aktueller Lauf
- Fr, 30. 10., 7 Uhr
- Reicht bis
- So, 1. 11., 19 Uhr
Veröffentlicht werden nur das 10., 50. und 90. Perzentil, keine einzelnen Läufe. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit gibt es daher nur in Stufen: unter 10, 10 bis 50, 50 bis 90 und ab 90 %. Ein Kästchen ist so dunkel wie die Mitte seiner Stufe, bei 10 bis 50 % also wie 30 % bei den anderen Modellen.
Daten: GeoSphere Austria (Ensemble, Kontrolllauf), Lizenz CC BY 4.0
ICON-D2 · Deutscher Wetterdienst
Wettermodell des Deutschen Wetterdienstes für Mitteleuropa. Und man muss sagen: Unsere Nachbarn beherrschen ihr Handwerk. Besonders für konvektive Niederschläge ist ICON-D2 momentan die Messlatte, die es zu schlagen gilt. Übrigens auch die Pioniere in Sachen Open Data, denn der Deutschen Wettermodelle sind schon seit Jahren frei zugänglich.
- Gitter
- rund 2 km
- Läufe
- 20
- Neuer Lauf
- alle 3 Stunden
- Prognosehorizont
- 48 Stunden
- Aktueller Lauf
- Fr, 30. 10., 13 Uhr
- Reicht bis
- So, 1. 11., 13 Uhr
Hier liegen alle Läufe vor: Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist der Anteil der Läufe mit mindestens 0,1 mm in der Stunde.
Daten: Deutscher Wetterdienst über Open-Meteo.com, Lizenz CC BY 4.0
IFS · EZMWF
Das "Integrated Forecast System" vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage ist die Legende unter den Wettermodellen. Als Globalmodell wird im Unterschied zu den anderen beiden Modellen das Wetter der gesamten Erde modelliert, mittlerweile in einer beeindruckenden Gitterauflösung von 9 km. Das ist natürlich gröber als die Regionalmodelle nebenan, aber aufgrund der viel größeren modellierten Fläche auch entsprechend aufwändiger. Für diese Gemeinschaftsleistung Europas ist Stolz angebracht.
- Gitter
- rund 9 km
- Läufe
- 50 und ein Kontrolllauf
- Neuer Lauf
- zweimal am Tag
- Prognosehorizont
- hier: 72 Stunden
- Aktueller Lauf
- Fr, 30. 10., 7 Uhr
- Reicht bis
- Mo, 2. 11., 7 Uhr
Wie bei ICON-D2 liegen alle Läufe vor.
Daten: ECMWF über Open-Meteo.com, Lizenz CC BY 4.0